Geschichten aus dem… Deutsches Museum

Geschichten aus dem… Deutsches Museum

Tl;dr
Wir (openUC2) hatten eine großartige Zeit unsere Experimente im Deutschen Museum auszustellen, dank des Science Communication Lab. Wir haben unsere Grundlagenbox “Discovery Core” samt drei experimenteller Anwendungen vorgestellt und damit sowohl Gäste als auch Entwickler inspiriert. Es war wunderbar zu sehen, dass sogar OberstufenschülerInnen unseren Workshop genossen, was beweist, dass unser Ansatz zum Lernen erfrischend ist. Die Ausstellung war ein großer Erfolg, und wir können es kaum erwarten, mit dem Museum bei zukünftigen Projekten zusammenzuarbeiten.

Als Kind bin ich nie in Museen gegangen, da ich die Welt immer selbst erkunden, erschaffen und erklären wollte. Wahrscheinlich habe ich dabei einiges verpasst, denn für meinen Freund Benedict war der erste Besuch im Deutschen Museum ein erleuchtender Moment. Er erkannte, dass mit Ingenieurskunst die Welt verändert werden kann und ist seitdem ein begeisterter Bastler. Mehr als zwei Jahrzehnte oder mehr als ein Sechstel des Museumsalters sind seitdem vergangen. Die Geschichte des Museums ist geprägt von Auf-, Um- und Neubauten und so wird es derzeit renoviert, um alle Ausstellungsflächen wieder vollständig verwenden zu können.

Als eines der größten Technikmuseen der Welt begnügt sich das Deutsche Museum nicht nur mit der schieren Menge an Ausstellungsstücken, sondern entwickelt auch immer wieder neue Formate. Das Museum betreibt seit Anfang an eine eigene Forschungsabteilung, die sich mit der Geschichte und Entwicklung von Wissenschaft und Technologie befasst. Ein spannendes aktuelles Projekt ist das Science Communication Lab (SCL). Hier haben Wissenschaftliche Projekte – vorbehaltlich aus dem Münchener Raum – die Möglichkeit, mit den Museumsgästen in Kontakt zu treten. Für die beiden aufeinandertreffenden Welten ist es eine bemerkenswerte Chance, um die errungenen Technologien für die Verständniswelt des Gegenübers begreifbar zu machen. Umso besonderer ist es, dass wir als erste Gäste “aus der Ferne” nicht nur ausstellen durften, sondern sogar vom SCL explizit eingeladen wurden. In der Vorbereitung und Umsetzung haben uns Paul Hix, Moritz Schmid und Laura Verbeek begleitet, und vor Ort haben uns insbesondere Fritz und Foram im Tagesgeschäft kräftig unterstützt.

Wir haben knapp 20 “Discovery Core” Boxen bereitgestellt, um je 2 Gäste pro Box zu den Stoßzeiten gleichzeitig betreuen zu können. Poster haben die zunächst interessierten, aber noch unsicheren Gäste zu unserer Experimentierstation geführt. Nachdem sie sich mit unserem System vertraut gemacht hatten, haben wir weitere Entwicklungsmöglichkeiten mit dem System in Form von drei experimentellen Anwendungen vorgestellt: einem offenen Hellfeld-Durchlichtmikroskop mit 3 motorisierten Achsen, einem Light-sheet Mikroskop sowie einem Michelson-Interferometer samt Ansteuerungen. Diese Möglichkeiten haben selbst erfahrene Gäste und Entwickler aus der hauseigenen Optikabteilung zum Träumen und Basteln gebracht. Auch schulische Lerngruppen kamen vorbei, obwohl wir keine explizit buchbaren Workshops über das Buchungssystem des Deutschen Museums angeboten haben. Der recht spontan durchgeführte Workshop mit 2 Oberstufengruppen des Verbandes zur Förderung des MINT-Unterrichts (MNU) hat uns gezeigt, dass unser Ansatz eine spannende Erfrischung trotz der vielen Lerninhalte bringen kann. Selbst nach bereits 3 intensiven Fortbildungs- und Erkundungstagen waren die Schüler nach 2 Stunden intensiven Bastelns überrascht, dass es schon zur nächsten Station weitergehen sollte.

Nach einem Monat Ausstellung – vom 30.03.2023 bis 27.04.2023 – sind wir uns nun sicher: openUC2 und das Deutsche Museum, des passt z’samm. Wir sind schon ganz gespannt zu sehen was das nächste openUC2 Projekt sein wird, das Laura, Paul und Moritz in Zukunft mit den von uns geliehenen Boxen vor Ort so auf die Beine stellen werden. Das getestete Format traf jedenfalls auf eine große Publikumsresonanz und auch das Feedback von den Angestellten verschiedener Abteilungen des Hauses verstärkt unsere Meinung dabei, dass ein konstant angebotener openUC2-Workshop der Optikabteilung des deutschen Museums eine neue Dimension verleihen könnte. So könnten Klassenstufen das Museum erkunden, sich mittendrin bei einem Workshop spielerisch erfrischen und gleichzeitig damit wichtige Grundlagend er Optik erlernen.

Vielen Dank für die wunderbare Zeit!

Quellen

[1] https://www.deutsches-museum.de/museumsinsel/ausstellung/museumsgeschichte

[2] https://www.deutsches-museum.de/museumsinsel/programm/programm-a-z/science-communication-lab

[3] https://www.deutsches-museum.de/museumsinsel/programm/veranstaltung/kleinste-welten

[4] https://www.mnu.de/